Fotopolska.pl     Neurode - Nowa Ruda

 

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Während der Hussitenkriege wurde Neurode mehrmals überfallen und in Asche gelegt. 1434 erhielt es von seinem Grundherrn Stadtrechtsgrundsätze. Nach dem Tod des Friedrich von Donyn 1467 fielen Neurode und Mittelsteine als erledigtes Lehen an den böhmischen König Georg von Podiebrad. Dieser schenkte sie aus Dankbarkeit für geleistete Dienste dem Georg Stillfried-Rattonitz mit der Bedingung, eine der Schwestern des verstorbenen Friedrich von Donyn zu ehelichen. 1472 bestätigte Herzog Heinrich d. Ä. von Münsterberg, der damalige Lehnsinhaber der Grafschaft Glatz, die Schenkung. Mitte des 16. Jahrhunderts nahmen die Herren von Stillfried die Reformation an und stellten einen evangelischen Prediger an.

Obwohl die Herren von Stillfried im böhmischen Aufstand auf der Seite des Winterkönigs Friedrich von der Pfalz standen, büßten sie nach der Schlacht am Weißen Berge nur wenige Güter ein. 1624 kehrte Bernhard I. Stillfried im Zuge der Gegenreformation zum katholischen Glauben zurück und konnte so einer schweren Bestrafung entgehen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neurode zerstört; zudem wütete 1633 die Pest, an der in Neurode und Umgebung fast 1000 Menschen starben.

1742 mit dem Frieden von Berlin, der nochmals mit dem Hubertusburger Frieden von 1763 bestätigt wurde, fiel Neurode zusammen mit der Grafschaft Glatz an Preußen. Die nachfolgenden Reformen des Freiherrn Karl vom Stein führten dazu, dass die Grundherren weitgehend entmachtet wurden. Aus Verärgerung darüber und auch wegen finanzieller Schwierigkeiten verkaufte Friedrich August Stillfried 1810 die Herrschaft Neurode an Anton Alexander von Magnis auf Eckersdorf. Da wegen der bestehenden Schulden bereits eine Zwangsverwaltung angeordnet war, konnte die Übertragung der Güter an die Herren von Magnis, die auf ihrem Schloss in Eckersdorf residierten, erst 1821 erfolgen. Das Neuroder Schloss nutzten sie als Sitz der Güterverwaltung, ab 1899 als Sitz der Bergbauverwaltung.

Aus:   https://de.wikipedia.org/wiki/Nowa_Ruda

 

 

Schloss Neurode

Schloss 1750

Schloss um 1700

Schloss Grundriss 1

Schloss Grundriss 2

 

Quelle: http://fotopolska.eu

 

Zeichnung von Friedrich Bernhard Werner aus dem Album von Fr. A. Pompejus, Glatz 1862

Quelle: http://fotopolska.eu

Schloss um 1900

 

Bilder aus dem Jahre 2015 vom ehemaligen Schloss Neurode:   Bilder vom Schloss

 

Aus dem "Sagenbuch des Preußischen Staates" Band 2 (Märchen der Welt), von Johann Georg Theodor Grässe:

Der Teufel zu Neurode

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Weitere Literatur:

 

Online-Version der "Chronik der Stadt Neurode" findet man hier: "Chronik der Stadt Neurode"


Bayerische Staatsbibiothek digital:

"Urkundliche Chronik der Stadt u. Herrschaft Neurode", Autor / Hrsg.: Klambt, W. W., Verlagsort: Neurode | Erscheinungsjahr: 1842 | Verlag: Klampt